Lichtschalter planen – Ratgeber zu Schalterarten und Schaltungen
Welcher Lichtschalter passt, hängt an zwei Zahlen: von wie vielen Stellen Sie das Licht schalten wollen und wie viele Lampen an einer Stelle hängen. Daraus ergibt sich die Schaltung, aus der Schaltung der Schalter. Hier finden Sie alle Ratgeber dazu, von der Schalterart über den Schaltplan bis zu Kontrollleuchte und Dimmer. Den Anschluss an 230 Volt übernimmt die Elektrofachkraft.
Ein Lichtschalter sieht von außen fast immer gleich aus, innen arbeitet aber ganz unterschiedliche Technik. Ausschalter, Wechselschalter, Kreuzschalter und Serienschalter passen in dieselbe Schalterdose und unter eine ähnliche Wippe, schalten aber verschieden. Wer den falschen Einsatz kauft, merkt das meist erst beim Anschließen.
Deshalb sortiert dieser Ratgeber die Fragen in der Reihenfolge, in der sie bei der Planung auftauchen. Zuerst die Schaltung, also wie Schaltstellen und Lampen zusammenspielen, dann die Schalterart und zuletzt Extras wie Kontrollleuchte, Beleuchtung oder Dimmer. Jeder Ratgeber endet dort, wo die passenden Schalter liegen, für Unterputz und Aufputz.
Zwei Zahlen helfen fast immer weiter: die Zahl der Stellen, von denen geschaltet wird, und die Zahl der Lampen oder Lampengruppen pro Stelle. Eine Stelle und eine Lampe ergeben den Ausschalter, zwei Stellen die Wechselschaltung. Ab drei Stellen kommt ein Kreuzschalter dazu, bei vielen Stellen ist eine Tasterschaltung oft einfacher.
Ratgeber aus dieser Rubrik
Hier finden Sie 21 Ratgeber in drei Gruppen: Schaltungen, Schalterarten mit Aufbau und Anschluss sowie Extras wie Kontrollleuchte, Beleuchtung und Dimmer.
Schaltungen und Schaltpläne
Licht von zwei Stellen schalten: Schaltplan mit L, Korrespondierenden und Schaltdraht, Klemmen und Funktion.
Ab drei Schaltstellen: Schaltplan für drei und vier Schalter, Symbol und Doppel-Kreuzschalter.
Die Kontrollwechselschaltung zeigt an beiden Schaltern, ob das Licht brennt, mit Schaltbild.
Zwei Schaltstellen auf der Wand: Aufbau, Leitungsführung und passende Aufputz-Wechselschalter.
Viele Schaltstellen über Taster und Stromstoßschalter: Aufbau, Funktion und typische Einsatzorte.
Zwei Lampen direkt an einer Stelle schalten oder Licht über Taster und Schaltgerät bedienen.
Schalterarten, Aufbau und Anschluss
Ausschalter, Serien-, Wechsel- und Kreuzschalter, Taster und Dimmer mit Funktion und Auswahlhilfe.
Wippe, Schaltmechanik, Kontakte und Anschlüsse: was im Schalter steckt und wie er schaltet.
Schritt für Schritt: Adern, Klemmen und die häufigsten Fehler beim Aufputz-Schalter.
Eine Lampe von einer Stelle schalten: Funktion, typische Einsatzorte und Unterschied zu den anderen Schaltern.
Drei Klemmen, ein Umschaltkontakt: wie der Wechselschalter aufgebaut ist, wo er sitzt und warum er auch als Ausschalter arbeitet.
Zwei Lampen oder Lampengruppen von einer Stelle getrennt schalten, mit typischen Beispielen.
Schließer und Öffner, Rückstellung nach dem Drücken und wo Taster statt Schalter sitzen.
Zwei Lampen an einer Stelle oder eine Lampe von zwei Stellen: der Unterschied und die richtige Wahl.
Rastet ein oder federt zurück: Schaltverhalten, typische Anwendungen und wann welches Bauteil passt.
Kontrollleuchte, Beleuchtung und Dimmer
Kontrollfunktion, Orientierungslicht oder beleuchteter Schalter: die Varianten sauber unterschieden.
Verdrahtung, Neutralleiter und Fehlersuche beim Kontrollschalter.
Orientierungslicht im Dunkeln oder Kontrollanzeige: wie die Glimmlampe im Schalter arbeitet.
Beleuchtete Schalter für Unterputz: Orientierungslicht und Kontrollleuchte im Vergleich.
Phasenanschnitt und Phasenabschnitt, Mindestlast und was LED-Lampen zum Dimmen brauchen.
Drehdimmer, Tastdimmer und LED-Dimmer: Arten und Kriterien für die Auswahl.
Die Reihenfolge ist bewusst gewählt: Wer die Schaltung kennt, wählt danach sicher den passenden Schaltereinsatz. Und wer weiß, was der Schalter zusätzlich können soll, findet schneller das passende Schalterprogramm.
Welche Schaltung für welche Situation
| Situation | Schaltung | Schalter | Weiter |
|---|---|---|---|
| Eine Lampe, eine Schaltstelle, etwa Abstellraum oder WC | Ausschaltung | Ein Ausschalter | Ausschalter |
| Zwei Lampen oder Lampengruppen von einer Stelle, etwa Bad mit Spiegel- und Deckenlicht | Serienschaltung | Ein Serienschalter | Serienschalter |
| Raum mit zwei Türen, Flur mit zwei Enden, Schlafzimmer mit Schalter am Bett | Wechselschaltung | Zwei Wechselschalter | Wechselschaltung |
| Treppe oder langer Flur mit drei oder mehr Zugängen | Kreuzschaltung | Zwei Wechselschalter und je weiterer Stelle ein Kreuzschalter | Kreuzschaltung |
| Viele Schaltstellen, etwa Treppenhaus über mehrere Etagen | Tasterschaltung | Taster und ein Stromstoßschalter | Tasterschaltung |
| Licht außer Sichtweite, etwa Keller, Dachboden oder Außenlicht | Kontrollschaltung | Kontrollschalter oder Kontrollwechselschalter | Kontrollleuchte |
| Licht soll heller und dunkler werden | Dimmer statt Schalter | Dimmer, für LED geeignet | Dimmer Schalter |
Unterputz oder Aufputz?
Die Schaltung bleibt dieselbe, ob der Schalter in der Wand sitzt oder auf der Wand. Unterputz-Schalter sitzen in einer Schalterdose, im Mauerwerk oder als Hohlwanddose im Trockenbau. Für Mehrfachrahmen setzen Sie die Dosen im Abstand von 71 Millimetern, dann passen Schalter und Steckdose später in einen gemeinsamen Rahmen.
Aufputz-Schalter bringen ihr eigenes Gehäuse mit. Sie sind schnell montiert, brauchen keine Stemmarbeit und passen in Keller, Garage, Werkstatt und überall dort, wo nachgerüstet wird. Für feuchte Räume und außen gibt es spritzwassergeschützte Ausführungen. Wie die Leitung dorthin kommt, zeigt der Ratgeber Wechselschaltung Aufputz.
Die drei Fragen vor dem Schalterkauf
Drei Antworten bestimmen, welcher Schaltereinsatz in die Dose gehört. Wer sie vor dem Kauf notiert, kauft einmal und nicht zweimal.
Eine Stelle braucht einen Ausschalter, zwei Stellen eine Wechselschaltung. Ab drei Stellen kommen Kreuzschalter dazu, bei vielen Stellen ist eine Tasterschaltung oft einfacher.
Zwei Lampen oder Lampengruppen an einer Stelle schalten Sie mit dem Serienschalter. Für noch mehr Kreise setzen Sie mehrere Schalter in einen Mehrfachrahmen.
Kontrollleuchte für Licht außer Sichtweite, Orientierungslicht für dunkle Flure, Dimmer für Wohnräume. Manche Extras brauchen einen Neutralleiter in der Schalterdose.
- Serienschalter gekauft, obwohl das Licht von zwei Stellen geschaltet werden soll
- Kreuzschalter eingeplant, aber die beiden Wechselschalter an den Enden vergessen
- Taster ohne Stromstoßschalter oder Relais angeschlossen
- Dimmer gewählt, ohne LED-Eignung und Mindestlast zu prüfen
- Kontrollleuchte geplant, aber kein Neutralleiter in der Schalterdose
Häufige Fragen
Das hängt an der Zahl der Schaltstellen und Lampen. Eine Stelle und eine Lampe: Ausschalter. Zwei Stellen: Wechselschaltung. Zwei Lampen an einer Stelle: Serienschalter. Die Tabelle oben ordnet die gängigen Situationen zu.
Arbeiten an 230 Volt gehören in die Hand einer Elektrofachkraft. Schaltung planen, Schalterprogramm auswählen und Dosen vorbereiten können Sie aber selbst. Wie der Anschluss grundsätzlich aussieht, zeigt der Ratgeber Lichtschalter Aufputz anschließen.
Ja. Ein Wechselschalter lässt sich wie ein Ausschalter anschließen, dann bleibt eine Klemme frei. Umgekehrt geht das nicht: Mit Ausschaltern lässt sich keine Wechselschaltung bauen. Mehr dazu im Ratgeber Wechselschalter.
Meist ab drei bis vier Schaltstellen. Statt mehrerer Kreuzschalter sitzen dann einfache Taster an der Wand, ein Stromstoßschalter schaltet das Licht. Wie das aufgebaut ist, zeigt der Ratgeber Tasterschaltung.
Ja. Der Dimmer muss für LED geeignet sein und zur Mindestlast passen, sonst flackert oder brummt das Licht. Auch die Lampe selbst muss dimmbar sein. Mehr im Ratgeber Dimmer.
Die Kontrollleuchte zeigt an, dass das Licht eingeschaltet ist, etwa im Keller. Das Orientierungslicht leuchtet bei ausgeschaltetem Licht, damit Sie den Schalter im Dunkeln finden. Beide Varianten erklärt der Ratgeber Kontrollleuchte.
Weiter zum Sortiment
Schalter und Steckdosen für die Schalterdose, in vielen Farben
Für Keller, Garage, Werkstatt und Nachrüstung
Dosen für Mauerwerk und Trockenbau