Unterverteilung anschließen: Zuleitung, Absicherung und Ablauf
Eine Unterverteilung anschließen heißt: Zuleitung vom Hauptverteiler legen, richtig absichern und die Stromkreise sauber aufteilen. Die Zuleitung zur Unterverteilung ist meist fünfadrig (L1, L2, L3, N, PE) und wird nach Leistung, Länge und Verlegeart bemessen. Anschluss, Messung und Inbetriebnahme gehören in die Hand einer Elektrofachkraft – Du planst Größe, Ort und Bedarf vor.
Video zu diesem Thema folgt in Kürze.
Ob Garage, Keller, Dachgeschoss oder Anbau: Sobald mehrere Stromkreise weit weg vom Zählerschrank gebraucht werden, ist eine Unterverteilung die saubere Lösung. Hier erfährst Du, was beim Anschluss passiert, welche Zuleitung üblich ist und was Du vorab mit Deinem Elektriker klärst.
Was gehört zum Anschluss einer Unterverteilung?
Zum Anschluss gehören drei Teile: die Zuleitung vom Hauptverteiler, die Absicherung dieser Zuleitung am Abgang und die Verdrahtung in der Unterverteilung selbst – mit Hauptschalter bzw. Trennvorrichtung, Fehlerstromschutzschalter, Leitungsschutzschaltern sowie N- und PE-Schiene. Erst wenn alle drei zusammenpassen, ist die Anlage sicher und später erweiterbar.
Zuleitung Unterverteilung: welcher Querschnitt?
Die Zuleitung zur Unterverteilung wird in der Regel fünfadrig ausgeführt, damit alle drei Außenleiter zur Verfügung stehen. Der Querschnitt richtet sich nach der benötigten Leistung, der Leitungslänge, der Verlegeart und dem zulässigen Spannungsfall. Im Wohnbau sind 5×10 mm² oder 5×16 mm² Kupfer häufig, mit Wallbox oder Werkstatt eher mehr.
Die genaue Bemessung – Strombelastbarkeit, Spannungsfall und Abschaltbedingung – rechnet die Elektrofachkraft nach den geltenden VDE-Normen. Faustregel für Dich: lieber eine Stufe Reserve, denn eine zu kleine Zuleitung lässt sich später nur mit einem neuen Kabel korrigieren.
Absicherung und Selektivität
Die Zuleitung wird im Hauptverteiler abgesichert, zum Beispiel über einen selektiven Leitungsschutzschalter oder einen Sicherungslasttrennschalter. Wichtig ist die Abstufung: Löst in der Unterverteilung ein Leitungsschutzschalter aus, soll nicht gleich die ganze Zuleitung abschalten. In der Unterverteilung selbst sitzen Fehlerstromschutzschalter vor den Endstromkreisen.
Ablauf: so wird eine Unterverteilung angeschlossen
Verbraucher und Stromkreise auflisten, Teilungseinheiten mit Reserve wählen.
Aufputz oder Unterputz, Platz an der Wand und passende Schutzart festlegen.
Die Elektrofachkraft verlegt die Zuleitung und sichert sie im Hauptverteiler ab.
Unterverteilung bestücken, Stromkreise anschließen und beschriften – durch die Elektrofachkraft.
Messung nach VDE, Dokumentation und Inbetriebnahme durch die Elektrofachkraft.
Was Du vorbereiten kannst
Notiere Deine Verbraucher und die gewünschten Stromkreise, kläre den Platz für das Gehäuse und überlege den Leitungsweg mit Wanddurchbrüchen oder Leerrohr. Das spart Zeit beim Termin mit dem Elektriker.
Passende Verteiler aus dem Sortiment
Passende Gehäuse findest Du bei den Verteilern zur Wandmontage, bei Unterputz- und Hohlwand-Verteilern und im Bereich für Keller, Garage und außen. Weiter lesen: Unterverteilung Garage & Gartenhaus und Aufputz oder Unterputz Verteiler.
Häufige Fragen
Nein. Arbeiten an der festen Elektroinstallation hinter dem Zähler sind Sache einer Elektrofachkraft; für Änderungen am Hauptverteiler verlangt der Netzbetreiber einen eingetragenen Installateur. Du kannst aber Größe, Gehäuse und Stromkreise vorab planen.
Das hängt von Leistung, Länge und Verlegeart ab. Häufig sind es 5×10 mm² oder 5×16 mm²; die Bemessung macht die Elektrofachkraft.
Ja. Die Endstromkreise in der Unterverteilung werden über Fehlerstromschutzschalter geschützt.
Weiter zum Sortiment
Aufputz, Unterputz, Hohlwand und IP65
36 TE mit Platz für Reserve