Smart Home Kosten: Lohnt sich das für Ihr Haus?
Die Geräte einer KNX-Anlage lassen sich gut abschätzen, weil sie sich aus zählbaren Dingen ergeben: Stromkreise, Bedienstellen und Rollläden. Teuer wird es selten durch die Hardware, sondern durch eine Planung, die zu spät kommt. Wer im Rohbau entscheidet, zahlt nur einen Bruchteil dessen, was ein späteres Nachrüsten kostet.
Smart Home Kosten hängen weniger von der Wohnfläche ab als von der Ausstattung, deshalb gibt es keinen Pauschalpreis. Sie können aber nachvollziehen, woraus sich der Betrag zusammensetzt, und Ihr eigenes Projekt mit wenigen Angaben durchrechnen. Ob sich KNX für Sie lohnt, entscheidet am Ende weniger der Preis der Geräte als der Zeitpunkt der Planung.
Zwei Rechner helfen beim Einstieg: einer für Geräte und Programmierung, einer für die Anfahrt bei Vor-Ort-Unterstützung.
Sie tragen ein, wie viele Lampen, Rollläden, Heizkreise, Taster, Melder und zentrale Systeme Ihr Haus bekommen soll. Der Rechner zeigt die Materialsumme mit einem Richtwert von ±20 %, schätzt die Programmierung und empfiehlt ein Unterstützungspaket. Das Ergebnis können Sie als PDF herunterladen oder per E-Mail senden.
Sie geben die Postleitzahl Ihres Projekts ein. Der Rechner ermittelt die Strecke vom günstigsten Standort, also Goslar, Berlin oder Seelow, und zeigt die Anfahrtspauschale für die Vor-Ort-Unterstützung. Grundlage sind 0,59 € netto pro Kilometer für Hin- und Rückweg; ab 350 km einfacher Strecke kommt eine Übernachtungspauschale hinzu.
Material, Richtwert und geschätzte Programmierung
Pauschale nach Postleitzahl
Eine KNX-Anlage besteht aus vier Kostenblöcken: Die Systemtechnik ist nahezu fix, die Aktoren folgen dem Grundriss, die Bedienung folgt Ihrem Geschmack.
Woraus sich die Kosten zusammensetzen
Der vierte Block ist die Programmierung, die häufig unterschätzt wird. Ohne ETS-Projekt tun die Geräte nichts. Programmieren Sie selbst, sparen Sie Geld und investieren Zeit.
SpannungsversorgungGehört zur Systemtechnik und ist in jedem Haus fast gleich. Sie fällt einmal an, unabhängig von der Wohnfläche, und ist der Posten, an dem Sie nicht sparen sollten.
Schnittstelle zum NetzwerkEbenfalls Systemtechnik: der Zugang für ETS, Visualisierung und Fernzugriff. Im Einfamilienhaus genügt ein Gerät pro Anlage.
Ihre Zahl richtet sich nach den Stromkreisen. Jeder Lichtkreis braucht einen Kanal, gezählt wird im Grundriss.
Schalten, Rollladen und Heizung in einem Gerät. Ein Rollladen belegt zwei Kanäle, jeder Heizkreis einen.
Der Posten mit der größten Spannweite: Ein einfacher Taster und ein Glastaster mit Display liegen preislich weit auseinander.
Sie ersetzen in Flur, WC und Abstellraum den Taster und gleichen so an anderer Stelle wieder etwas aus.
Was den Preis nach oben oder unten treibt
Jeder der vier Blöcke reagiert auf andere Entscheidungen:
Hängt kaum von der Hausgröße ab. Dimensionieren Sie sie nicht zu knapp.
Folgen der Zahl der Stromkreise, Rollläden und Heizkreise. Wenige große Geräte sind günstiger als viele kleine.
Richtet sich nach Zahl und Art der Bedienstellen.
Wächst mit dem Funktionsumfang und hängt davon ab, wer programmiert. Legen Sie den Aufwand vorher fest.
Hinzu kommt die Verkabelung. Hier zählt vor allem der Zeitpunkt, also Rohbau oder Bestand, und hier gilt: lieber eine Leitung zu viel als eine zu wenig.
Ein Beispiel für Smart Home Kosten im Einfamilienhaus mit 140 m² auf zwei Etagen: Der Rechner ergibt mit Stand 19.10.2026 eine Materialsumme von 2.259 € und etwa 952 € geschätzte Programmierung. Montage und Anfahrt kommen hinzu. Eingaben und Rechenweg stehen auf der Kalkulationsseite, dort können Sie auch Ihre eigenen KNX Kosten berechnen.
In sechs Schritten zur eigenen Mengenliste
Zählen Sie Stromkreise, nicht Lampen. Fünf Spots an einem Schalter sind ein Kanal und gehören ins Feld „Lampen schalten“.
Jeder Antrieb belegt zwei Schaltkanäle oder einen Jalousiekanal. Im Rechner heißt das Feld „Jalousien / Rollläden“.
Ein Kanal pro Raum, in großen Räumen auch mehrere. Die Summe tragen Sie bei „Heizungskreise“ ein.
Wo schalten Sie bewusst, wo reicht ein Melder? Daraus ergibt sich die Zahl der Taster und Präsenzmelder.
Genügen Taster, oder soll ein Panel dazukommen? Panels, Türsprechanlage und Wetterstation stehen unter „Zentrale Systeme“.
Rechnen Sie zwei bis vier Kanäle mehr ein.
Smart Home Kosten im Neubau: warum der Zeitpunkt zählt
Im Rohbau ist eine zusätzliche Leitung eine Sache von Minuten. In der fertigen Wand bedeutet sie Stemmen, Putzen und Streichen. Die Planung vor dem Verputzen ist deshalb der größte Einzelhebel für den Gesamtbetrag, größer als jede Geräteauswahl.
Das gilt auch für Dosen: Eine zusätzliche Schalterdose fällt im Rohbau kaum ins Gewicht, eine vergessene verursacht später Aufwand an Wand und Putz. Wie Sie den Ausbau zeitlich aufteilen, beschreibt der Ratgeber KNX im Neubau; für bestehende Häuser hilft der Blick auf KNX nachrüsten im Altbau.
Wann lohnt sich KNX?
Sinnvoll ist KNX vor allem, wenn Sie neu bauen oder ohnehin umfassend sanieren, denn dann liegen Leitungen und Dosen dort, wo sie gebraucht werden. Ob sich KNX auch für eine kleine Wohnung lohnt, hängt weniger an der Fläche als an der Wohndauer, weil die Systemtechnik unabhängig von der Größe anfällt.
Die Vorteile von KNX zeigen sich vor allem über viele Jahre. Geräte verschiedener Hersteller arbeiten in einer Anlage zusammen.
Smart-Home-Kosten im Vergleich: Bus oder Funk
In der Anschaffung ist ein verkabeltes Bussystem meist teurer als eine Funklösung. Über die Laufzeit relativiert sich das: Die Anlage braucht keine Batterien, hängt an keiner Cloud und an keinem Hersteller, der seine App abschalten könnte.
Wo sich sparen lässt – und wo es sich rächt
Bei den Aktoren lohnt es sich zu bündeln: Ein Gerät mit acht Kanälen im Verteiler ist günstiger als acht einzelne. Bei der Bedienung lohnt Zurückhaltung, denn ein Präsenzmelder im Flur ersetzt mehrere Taster und ist bequemer.
Sparen an der Spannungsversorgung rächt sich: Ist sie zu knapp gewählt, wird die Anlage bei der ersten Erweiterung unzuverlässig. Welches Unterstützungspaket zu Ihren Mengen passt, zeigt der KNX-Kostenrechner.
- Nach Lampen gezählt statt nach Stromkreisen: Die Aktorliste wird unnötig lang.
- Dosen und Leitungen im Rohbau gespart: Jede spätere Stelle kostet ein Vielfaches.
- In jeden Raum ein Display-Taster, wo ein Melder oder einfacher Taster reicht.
- Spannungsversorgung ohne Reserve: Bei der ersten Erweiterung beginnt die Fehlersuche.
- Programmierumfang nicht festgelegt: Der Aufwand wächst mit jeder neuen Idee.
Häufige Fragen
Ja, das ist ein großer Vorteil gegenüber geschlossenen Systemen. Voraussetzung sind Leitungen, Dosen und Platz im Verteiler von Anfang an; Geräte können Sie jederzeit ergänzen.
Der Aufwand richtet sich nach dem Funktionsumfang, nicht nach der Zahl der Geräte. Schreiben Sie die gewünschten Funktionen vorher auf; Angebote dafür finden Sie unter KNX Programmierung.
Weiter zur Berechnung
Material, Richtwert und geschätzte Programmierung
Pauschale nach Postleitzahl
Abgestimmt für Neubau und Sanierung
Busleitung, Aktoren, Präsenzmelder und Nachrüstung