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KNX Energiezähler – Strom, Wirkleistung & Verbrauch messen (Smart Meter, S0/M-Bus/Modbus, Messaktoren)

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KNX Energiezähler – Energieverbrauch messen, Lasten verstehen, Stromkosten gezielt senken

Ein KNX Energiezähler bringt Transparenz ins Gebäude: Du siehst nicht nur „an/aus“, sondern echte Messwerte wie Strom, Wirkleistung und Energieverbrauch (kWh) – je nach Gerät auch weitere elektrische Größen. Damit lassen sich Verbraucher vergleichen, Lastspitzen erkennen und Automationen auf echte Daten stützen (statt auf grobe Zeitpläne). Besonders spannend wird das in Kombination mit PV-Erzeugung, Wärmepumpe, Wallbox oder größeren Verbrauchern.

Je nach Produktfamilie gibt es zwei gängige Wege: Entweder misst ein echter KNX Energiezähler direkt (Verbrauch und oft auch Erzeugung), oder ein Messaktor übernimmt das Messen pro Kanal zusätzlich zur Schaltfunktion. Alternativ lassen sich bestehende Zähler über Schnittstellen/Gateways (z.B. Impuls/S0, M-Bus, Modbus) ins KNX-System holen.

Welche Messwerte sind bei KNX Energiezählern wichtig?

Für saubere Auswertungen im Smart Home sind vor allem diese Werte relevant:

  • Wirkleistung (W/kW): „Was läuft gerade?“ – Basis für Lastspitzen, Grenzwerte und Abschaltungen.
  • Wirkenergie (Wh/kWh): „Was hat es verbraucht?“ – ideal für Kosten, Statistik und Monatsvergleiche.
  • Strom (A): hilfreich für Auslastung, Auffälligkeiten und Dimensionierung.
  • Weitere Werte je nach Gerät: z.B. Spannung, Schein-/Blindleistung oder Leistungsfaktor (modellabhängig).

Gerätearten: Welcher KNX Energiezähler passt zu deinem Ziel?

1) Direktmessende KNX Energiezähler (Verbrauch & Erzeugung)

Direktmessende KNX Energiezähler sind die klassische Lösung, wenn du Energieflüsse sauber erfassen willst – oft inklusive Energieverbrauch und Energieerzeugung (z.B. PV). Sie können als Haupt- oder Zwischenzähler genutzt werden und liefern Messwerte direkt auf den KNX Bus. (Details sind hersteller- und modellabhängig.)

2) Messaktoren: Schalten + Messen pro Kanal

Messaktoren verbinden zwei Welten: Du schaltest Verbraucher wie mit einem Aktor – und bekommst zusätzlich Messwerte pro Ausgang. Dadurch sind Wirkleistung, Verbrauch und Grenzwertfunktionen besonders praxisnah: Bei Überschreitung kann das System melden oder – wenn gewünscht – Lasten automatisiert reduzieren (je nach Gerät/ETS-Applikation).

3) Smart-Meter- & Zähler-Schnittstellen (S0/Impuls, M-Bus, Modbus)

Wenn bereits ein Zähler vorhanden ist, wird häufig eine Schnittstelle eingesetzt: Viele Zähler sprechen Impuls/S0, M-Bus oder Modbus. Über passende KNX-Schnittstellen bzw. Gateways werden diese Messwerte in KNX verfügbar – ideal für Zweckbau, Technikbereiche und die zentrale Energieauswertung.

Typische Anwendungsfälle im KNX Smart Home

  • Lastspitzen erkennen: Hohe Wirkleistung → Warnung, Visualisierung oder Lastabwurf (modellabhängig).
  • PV & Eigenverbrauch: Erzeugung/Bezug vergleichen und Verbraucher gezielt starten.
  • Kostenkontrolle: kWh-Verbrauch je Verbraucher/Gruppe sichtbar machen.
  • Fehlersuche: Ungewöhnliche Ströme/Leistungen als Hinweis auf Defekte oder Standby-Fresser.

Auswahlhilfe: Darauf solltest du beim Kauf achten

  • Messpunkt: Gesamt (Haus) oder einzelne Stromkreise/Verbraucher?
  • Phasen: 1-phasig oder 3-phasig, je nach Installation.
  • Direktmessung vs. Schnittstelle: Neuer Zähler oder bestehender Zähler über S0/M-Bus/Modbus?
  • Telegrammverhalten: zyklisch, bei Wertänderung, bei Grenzwert (je nach ETS-Applikation).
  • Grenzwerte/Alarme: Überschreitung/Unterschreitung für Lastmanagement (modellabhängig).

ETS-Applikation & Downloads

Datenblätter und ETS-Applikationen findest du jeweils beim Artikel im Downloadbereich. Der Funktionsumfang unterscheidet sich deutlich zwischen Zähler, Messaktor und Schnittstelle – insbesondere bei Grenzwerten, zusätzlichen Messgrößen und der Anzahl der Kommunikationsobjekte.


FAQ – KNX Energiezähler

Was ist der Unterschied zwischen Energiezähler und Messaktor?
Ein Energiezähler ist auf Messung (kWh/Leistung) ausgelegt, ein Messaktor kombiniert Schalten und Messen pro Ausgang – je nach Gerät mit Grenzwertfunktionen.
Welche Messwerte sind für Lastmanagement am wichtigsten?
Vor allem die Wirkleistung (aktuelle Last) und die daraus ableitbaren Grenzwerte. Für Auswertungen ist zusätzlich die Wirkenergie (kWh) relevant.
Kann ich einen vorhandenen Zähler in KNX einbinden?
Häufig ja – über Schnittstellen/Gateways, z.B. wenn der Zähler Impulse/S0, M-Bus oder Modbus bereitstellt. Dann werden die Messwerte in KNX übertragen.
Eignet sich KNX Energiemessung auch für PV?
Ja, viele Lösungen unterstützen die Erfassung von Verbrauch und – je nach Gerät – auch Erzeugung, z.B. für PV-Auswertung und Eigenverbrauchsoptimierung.
Wie kommen die Werte in die Visualisierung?
Über KNX Kommunikationsobjekte (ETS). Du kannst Werte zyklisch senden lassen oder bei Änderung/Grenzwert – abhängig vom Gerät und der Applikation.
Wo finde ich ETS und Datenblatt?
Direkt beim jeweiligen Artikel im Downloadbereich – dort liegen die aktuellen Unterlagen.