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True Presence oder zwei Präsenzmelder – was ist besser?

KURZ GESAGT

Ein klassischer PIR-Präsenzmelder erkennt Wärmebewegung. Wer still sitzt oder hinter Glas duscht, wird irgendwann nicht mehr gesehen, und das Licht geht aus. True-Presence- und Radar-Melder erkennen dagegen feinste Bewegungen, je nach Modell bis zur Atmung. Sie sind teurer, aber in manchen Räumen ersetzen sie zwei PIR-Melder. Die Frage ist also nicht, welche Technik besser ist, sondern welche zum Raum passt.

True Presence oder zwei Präsenzmelder – was ist besser? Beispiel Badezimmer

Präsenzmelder sind im KNX-Haus die Geräte, die am meisten Komfort bringen und am meisten Ärger machen, wenn sie falsch geplant sind. Der typische Ärger: Man sitzt ruhig am Schreibtisch oder steht unter der Dusche, und das Licht geht aus. Dafür gibt es zwei Lösungen: einen zweiten klassischen Melder, der die Lücke abdeckt, oder einen Melder mit empfindlicherer Technik.

Beide Wege funktionieren. Welcher günstiger und zuverlässiger ist, hängt davon ab, wie der Raum geschnitten ist, wo sich Menschen still aufhalten und was hinter Wänden und Glas liegt.

Die Melder im Überblick

KNX PIR Bewegungsmelder von OptimusPIR-Präsenzmelder

Erkennt Wärmebewegung zuverlässig und günstig. Der Standard für die meisten Räume.

KNX Bewegungsmelder 360 Grad von OptimusMelder mit großem Erfassungsbereich

Für lange Flure und große Räume, in denen ein Standardmelder nicht bis in die Ecken reicht.

Mini KNX Bewegungsmelder 4 in 1 von SeawinKompakter Deckenmelder

Klein und unauffällig, teils mit Temperatur und Feuchte. Gut als zweiter Melder für eine Nische oder die Dusche.

KNX PIR Bewegungsmelder für die Decke von OptimusAlle KNX Präsenzmelder

Vom einfachen PIR-Melder bis zum Melder mit Zusatzsensoren.

KNX Präsenzmelder mit VOC Sensor von OptimusPräsenzmelder mit VOC

Erkennt zusätzlich schlechte Luft. Im Bad steuert ein Gerät damit Licht und Lüftung.

16-fach KNX Aktor von OptimusAktoren für Licht

Der Melder meldet nur. Geschaltet wird im Verteiler, dort entscheidet auch die Nachlaufzeit.

PIR, True Presence und Radar im Vergleich

PunktZwei PIR-MelderEin True-Presence- oder Radar-Melder
Was erkannt wirdWärmebewegungfeinste Bewegungen, je nach Modell bis zur Atmung
Stillsitzenkann zu Abschaltung führenwird zuverlässig erkannt
Glas, z. B. Duschabtrennungsieht nicht durch Glaserfasst auch hinter Glas
Dünne Wände und Türenkein Problemkann durchgreifen – Reichweite anpassen
Preiszwei günstige Geräteein teureres Gerät
Einstellungeinfachmehr Feinjustierung nötig

So entscheidest Du

1Wo sitzt oder steht man still?

Schreibtisch, Lesesessel, Dusche, Badewanne. Dort braucht es entweder einen gezielt ausgerichteten zweiten Melder oder feinere Technik.

2Was verdeckt die Sicht?

Glas und Möbel blockieren einen PIR-Melder. Hinter einer Glasabtrennung sieht er nichts mehr.

3Was liegt hinter der Wand?

Radar reicht durch dünne Wände. Liegt nebenan ein Flur, muss die Reichweite eingeschränkt werden, sonst schaltet das Licht ohne Grund.

4Wie groß ist der Raum?

In kleinen, offenen Räumen reicht ein PIR-Melder. Verwinkelte Räume brauchen zwei Melder oder einen mit großem Erfassungsbereich.

5Wie oft wird der Raum genutzt?

In Flur, WC und Abstellraum reicht ein einfacher Melder mit Nachlaufzeit. Feinere Technik lohnt sich dort, wo man länger bleibt.

6Was kostet die Alternative?

Zwei PIR-Melder sind oft günstiger als ein True-Presence-Melder. Rechne den zweiten Aktorkanal und die zusätzliche Dose mit ein.

Beispiel Badezimmer

Im Bad zeigt sich der Unterschied am deutlichsten. Ein PIR-Melder in der Raummitte sieht Waschtisch und Tür, aber nicht in die Dusche hinter einer Glasabtrennung. Steht man länger unter der Dusche, geht das Licht aus.

Die klassische Lösung ist ein zweiter, kleiner Melder mit Blick in die Dusche. Beide Melder melden auf dasselbe Licht, und die Anlage bleibt an, solange einer von beiden etwas sieht. Die Alternative ist ein Melder mit True-Presence- oder Radartechnik, der die Dusche durch das Glas erfasst. Welcher Weg günstiger ist, hängt davon ab, ob die Dose für den zweiten Melder ohnehin vorhanden ist.

Die fünf häufigsten Fehler bei Präsenzmeldern
  • Melder über der Tür statt über dem Aufenthaltsort
  • Nur ein PIR-Melder in einem Raum mit Glasabtrennung
  • Radar-Melder ohne Reichweitenbegrenzung neben einem Flur
  • Nachlaufzeit zu kurz – in Arbeits- und Wohnräumen geht das Licht zu früh aus
  • True Presence dort eingesetzt, wo ein einfacher Melder reicht

Häufige Fragen

Was bedeutet True Presence?

So nennt ein Hersteller seine Präsenzmelder, die mit Hochfrequenztechnik feinste Bewegungen erkennen, je nach Modell bis zur Atmung. Andere Hersteller sprechen von Radar- oder HF-Präsenzmeldern.

Erkennt ein PIR-Melder Personen, die still sitzen?

Nur solange sie sich minimal bewegen. Wer lange ruhig liest oder arbeitet, kann aus der Erkennung fallen. Eine längere Nachlaufzeit oder ein zweiter Melder hilft.

Sieht ein Präsenzmelder durch Glas?

Ein PIR-Melder nicht, Glas blockiert die Wärmestrahlung. Radar- und True-Presence-Melder erfassen dagegen auch hinter Glas.

Kann ich zwei Melder auf ein Licht legen?

Ja, das ist bei KNX üblich. Beide Melder melden an denselben Aktorkanal, das Licht bleibt an, solange einer von beiden Anwesenheit erkennt.

Wo lohnt sich Radar am meisten?

Dort, wo man lange still bleibt oder Glas im Weg ist: Arbeitsplatz, Lesebereich, Bad mit Glasdusche.

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