KNX im Flur – der unterschätzte Raum im Smart Home
Der Flur ist der Raum, den jeder mehrmals am Tag durchquert und in dem niemand bewusst schalten will. Genau deshalb bringt Automatik hier am meisten: Licht per Präsenzmelder, nachts nur ein gedimmtes Orientierungslicht, und an der Haustür eine Stelle, an der man beim Gehen alles ausschaltet und sieht, ob noch ein Fenster offen ist.
Im klassischen Haus hat der Flur die meisten Schalter: an jeder Tür einer, dazu Wechselschaltungen über mehrere Etagen. Im KNX-Haus kann der Flur ganz ohne Schalter auskommen. Ein Präsenzmelder schaltet das Licht, die Tageszeit bestimmt die Helligkeit, und an der Haustür sitzt die zentrale Bedienstelle für das ganze Haus.
Damit wird der Flur zum Raum mit der größten Wirkung pro Gerät. Wenige Komponenten, und jeder im Haus merkt den Unterschied jeden Tag.
Die Geräte für einen smarten Flur
Was im Flur automatisch laufen sollte
| Funktion | Wie | Warum |
|---|---|---|
| Licht beim Betreten | Präsenzmelder mit Helligkeitsschwelle | kein Schalter, kein Suchen im Dunkeln |
| Nachtlicht | gedimmt nach Uhrzeit | Orientierung ohne zu blenden |
| Treppenlicht | Melder oben und unten auf dasselbe Licht | keine Wechselschaltung mehr nötig |
| Zentral-Aus | Taste oder Display an der Haustür | beim Gehen alles aus |
| Offene Fenster | Fensterkontakte, Anzeige an der Tür | sehen, bevor man das Haus verlässt |
So planst Du den Flur
Lange Flure brauchen einen Melder mit großem Erfassungsbereich oder zwei Melder. Treppen einen oben und einen unten.
Tagsüber hell, abends mittel, nachts nur Orientierungslicht. Das ist Programmierung, keine zusätzliche Hardware.
Hier gehören Zentral-Aus und Anwesenheit hin. Ein Display zeigt zusätzlich offene Fenster.
Leitung zu jedem Fensterkontakt im Rohbau legen. Angeschlossen werden sie über Binäreingänge.
Klingel oder Türkontakt über einen Binäreingang an KNX melden, zum Beispiel für Licht beim Klingeln.
Im Flur kurz, auf der Treppe etwas länger. Zu kurz nervt, zu lang verschwendet Strom.
Die zentrale Bedienstelle an der Haustür
Die Haustür ist der Ort, an dem man das Haus verlässt oder betritt. Hier ist die Taste für Zentral-Aus richtig, die beim Gehen Licht und ausgewählte Steckdosen abschaltet. Mit einem Display kommt ein Blick auf offene Fenster, die Temperatur oder den Status der Beschattung dazu.
Wer einen Anwesenheitsschalter einrichtet, kann damit auch Heizung, Jalousien und Präsenzmelder umstellen: Beim Verlassen senkt die Anlage die Temperatur ab, und Bewegungen im Haus lösen auf Wunsch eine Meldung aufs Smartphone aus.
- Ein Melder für einen langen, verwinkelten Flur
- Volles Licht auch nachts – blendet auf dem Weg ins Bad
- Treppe mit nur einem Melder – auf halber Höhe geht das Licht aus
- Keine Leitung zu den Fensterkontakten gelegt
- Zentral-Aus nicht an der Haustür, sondern irgendwo im Wohnbereich
Häufige Fragen
Für das Licht meist nicht, das übernimmt der Präsenzmelder. An der Haustür ist eine Bedienstelle für Zentral-Aus und Anwesenheit aber sehr sinnvoll.
Das hängt von Länge und Deckenhöhe ab. Ab einer gewissen Länge braucht es einen Melder mit großem Erfassungsbereich oder zwei Melder, die auf dasselbe Licht melden.
Ja. Ein Melder oben und einer unten schalten dasselbe Licht. Eine klassische Wechselschaltung ist nicht mehr nötig.
Ja, über einen Binäreingang. So kann das Flurlicht beim Klingeln angehen oder eine Meldung verschickt werden.
Man sieht beim Gehen offene Fenster, kann alles mit einem Tastendruck ausschalten und die Anwesenheit umstellen.
Weiter zum Sortiment
Für Flur, Treppe und jeden anderen Raum
Montageort, Auswahl und Konstantlicht

