KNX im Wohnzimmer – was wirklich Sinn ergibt
Im Wohnzimmer entscheidet nicht die Zahl der Funktionen, sondern wie einfach sie sich bedienen lassen. Der größte Gewinn sind Lichtszenen: Ein Tastendruck für Fernsehen, Lesen oder Gäste statt fünf Schalter. Dazu kommen Beschattung nach Sonnenstand, eine Heizung, die nach Nutzung regelt, und ein Taster, der auch ohne Smartphone funktioniert.
Das Wohnzimmer ist der Raum mit den meisten Lichtquellen: Deckenlicht, Stehleuchten, Leselicht, indirektes Licht an der Wand oder im Regal. Klassisch hat jede davon ihren eigenen Schalter oder ihren eigenen Stecker. Mit KNX werden sie zu Szenen zusammengefasst, die zur Situation passen.
Anders als Flur oder Bad ist das Wohnzimmer aber kein Raum für viel Automatik. Wer abends liest oder einen Film schaut, will nicht, dass ein Präsenzmelder das Licht ausschaltet. Hier geht es um bequeme Bedienung, nicht um Selbstständigkeit.
Die Geräte für ein smartes Wohnzimmer
Typische Szenen im Wohnzimmer
| Szene | Licht | Weitere Funktionen |
|---|---|---|
| Fernsehen | Grundlicht aus, indirektes Licht gedimmt | Jalousien gegen Blendung, TV per IR an |
| Lesen | Leselicht hell, Rest gedimmt | keine Automatik, die ausschaltet |
| Gäste | alle Kreise hell und warm | Temperatur etwas höher |
| Essen | Esstisch hell, Wohnbereich gedimmt | Musik leise |
| Alles aus | alle Kreise aus | Jalousien nach Tageszeit |
So planst Du das Wohnzimmer
Deckenlicht, indirektes Licht, Leselicht und Esstisch jeweils als eigener Kreis. Nur so entstehen Szenen.
Szenen leben vom Dimmen. Leuchten und Dimmaktor müssen zueinander passen.
Drei bis fünf Szenen reichen. Mehr merkt sich niemand.
An der Tür und dort, wo man sitzt. Ein Display zeigt Szenen und Temperatur übersichtlich.
Jalousien fahren nach Sonnenstand und Temperatur, die Szene Fernsehen übersteuert.
Per Infrarot, IP oder über Home Assistant. Das spart die dritte Fernbedienung.
Warum Präsenzmelder im Wohnzimmer anders eingesetzt werden
Ein klassischer Präsenzmelder erkennt Wärmebewegung. Wer ruhig auf dem Sofa sitzt, bewegt sich kaum, und das Licht könnte ausgehen. Deshalb schaltet der Melder im Wohnzimmer meist nicht das Licht aus, sondern übernimmt andere Aufgaben: Er meldet, ob jemand im Raum ist, damit die Heizung absenkt oder das Licht beim Verlassen des Hauses aus bleibt.
Wer trotzdem automatisches Licht möchte, braucht einen Melder, der auch sehr ruhige Personen erkennt, oder eine lange Nachlaufzeit. Mehr dazu steht im Ratgeber True Presence oder zwei Präsenzmelder.
- Alle Leuchten an einem Kreis – Szenen sind unmöglich
- Präsenzmelder schaltet beim Fernsehen das Licht aus
- Zu viele Szenen, die niemand auseinanderhalten kann
- Nur per App bedienbar – Gäste finden keinen Schalter
- Beschattung ohne Übersteuerung – die Jalousie fährt mitten im Film hoch
Häufige Fragen
Meist drei bis fünf: Deckenlicht, indirektes Licht, Leselicht, Esstisch und eventuell eine Stehleuchte an einer schaltbaren Steckdose.
Ja, per Infrarot über einen IR-Emitter oder über das Netzwerk, etwa mit Home Assistant. Damit lässt sich der Fernseher in eine Szene einbinden.
Nicht zwingend. Sinnvoll ist er für Anwesenheit, Heizung und Sicherheit, weniger zum Ausschalten des Lichts.
Dorthin, wo man vorbeigeht und es sieht, meist an der Tür zum Wohnbereich oder am Übergang zum Essbereich.
Ja. Szenen sind Programmierung und lassen sich in der ETS oder bei vielen Tastern direkt am Gerät anpassen.
Weiter zum Sortiment
Für Lichtszenen im Wohnbereich
Wie viele Taster, wo und mit welcher Belegung


