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KNX Raumaktor für den Schaltschrank – Raumfunktionen bündeln: Licht, Beschattung, Verbraucher

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KNX Raumaktor für die Verteilung – ein Gerät, ein Raum, klare Struktur

Ein KNX Raumaktor ist die schnellste Art, ein KNX-Projekt logisch aufzubauen: nicht nach Gerätetypen, sondern nach Räumen. Statt Schaltaktor hier, Jalousieaktor dort und zusätzliche Module für Kleinkram, bündelst du mit einem Raumaktor die typischen Funktionen eines Raums in einem Gerät. Diese Kategorie umfasst Raumaktoren für die Montage im Schaltschrank – ideal, wenn du die Installation zentral strukturieren und langfristig wartungsfreundlich halten willst.

Das Ergebnis ist ein KNX-System, das sich in der Praxis leichter planen, parametrieren und erweitern lässt: Pro Raum ein Gerät, pro Raum ein klarer Satz Gruppenadressen, pro Raum ein sauberer Funktionsblock. Gerade bei wiederholenden Grundrissen (mehrere Zimmer, Büros, Apartments) entsteht so eine stabile, skalierbare Struktur, die auch Jahre später noch nachvollziehbar bleibt.

Was macht ein Raumaktor in der Verteilung so sinnvoll?

In der Verteilung laufen Leitungen und Funktionen sauber zusammen. Ein Raumaktor spielt seine Stärke genau dort aus: Er wird zum „Funktionspaket“ für einen Raum. Das reduziert die Geräteanzahl, spart Platz und verhindert typische KNX-Probleme wie verstreute Zuständigkeiten, doppelte Logiken oder schwer wartbare Mischinstallationen.

Typische Raumfunktionen, die du damit abbildest

Je nach Gerät und ETS-Applikation decken Raumaktoren mehrere Funktionsarten ab. Typische Bausteine sind:

  • Licht & Verbraucher schalten: Deckenlicht, Wandlicht, Steckdosenkreise, Lüfter, Kleinverbraucher (Lastart beachten)
  • Beschattung steuern: Rollladen/Jalousie (Auf/Ab/Stopp, Laufzeiten), bei Raffstores zusätzlich Lamellenzeiten
  • Szenen: z.B. „Abend“, „Kino“, „Sichtschutz“, „Alles aus“ (je nach Projektaufbau)
  • Zentralfunktionen: z.B. Etage/Zone steuern, Sperren, Prioritäten, Statusobjekte (modellabhängig)

Warum das in ETS oft schneller und sauberer ist

Raumaktoren reduzieren die Anzahl einzelner Geräteobjekte, die du verteilen musst. Du parametrierst die wichtigsten Funktionen eines Raums an einer Stelle, anstatt sie über mehrere Geräte zu verteilen. Das macht die Inbetriebnahme häufig strukturierter: weniger „Suchen“, weniger doppelte Gruppenadressen, weniger typische Stolperfallen. Besonders angenehm wird das, wenn du pro Raum eine standardisierte GA-Struktur nutzt (z.B. Licht, Beschattung, Szene, Zentral).

Praxisbeispiele: so sieht „Raumaktor-Logik“ aus

  • Schlafzimmer: Deckenlicht + Steckdosenkreis schalten, Rollladen steuern, Szene „Nacht“ + Zentral-Aus
  • Wohnzimmer: mehrere Lichtkreise, Raffstore, Szene „Kino“, Szene „Abend“, „Alles aus“
  • Büro: Arbeitsplatzlicht, Sichtschutz/Blendsteuerung, Zeitprogramm/Automatiklogik über KNX-Projekt
  • Flur: Treppenhausfunktion, Orientierungslicht, Zentralfunktionen für Etage (projektabhängig)

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

  • Kanalanzahl: wie viele Schaltkreise und wie viele Beschattungsantriebe hat der Raum?
  • Lastart: LED-Treiber/Netzteile haben oft hohe Einschaltströme – Schaltvermögen passend auswählen
  • Raffstore vs. Rollladen: Raffstores brauchen Lamellenparametrierung, Rollläden primär Laufzeiten
  • Projektstruktur: willst du pro Raum ein Gerät oder pro Zone/Etage bündeln?
  • Abmessungen: Platzbedarf im Schaltschrank berücksichtigen

ETS-Applikation & Datenblätter

Datenblätter und ETS-Applikationen findest du beim jeweiligen Raumaktor im Downloadbereich. Applikationen werden regelmäßig aktualisiert, wodurch neue Funktionen und Optimierungen hinzukommen können. In vielen Projekten ist es sinnvoll, grundsätzlich mit aktuellen ETS-Versionen zu arbeiten, damit alle Optionen sauber verfügbar sind.


FAQ – KNX Raumaktor für die Verteilung

Was ist der Unterschied zwischen Raumaktor und Kombiaktor?
Ein Kombiaktor kombiniert häufig Schalten + Jalousie. Ein Raumaktor ist meist konsequent „raumorientiert“ aufgebaut und zielt darauf ab, typische Raumfunktionen als Paket abzudecken und die ETS-Struktur pro Raum zu vereinheitlichen.
Für welche Räume lohnt sich ein Raumaktor besonders?
Für Räume mit mehreren Funktionen: Licht + Beschattung + zusätzliche Verbraucher. Besonders sinnvoll bei vielen ähnlichen Räumen, weil du pro Raum ein standardisiertes Muster aufbauen kannst.
Kann ich damit auch Raffstores steuern?
Ja, sofern das Gerät Beschattungskanäle unterstützt. Wichtig ist die Parametrierung von Laufzeiten und (bei Raffstores) Lamellenzeiten.
Ist das nur etwas für Neubau?
Nein. Auch in Sanierung kann ein Raumaktor sinnvoll sein, wenn du Funktionen zentral in der Verteilung bündeln möchtest – z.B. beim Neuaufbau des Schaltschrank-Konzepts.
Wie vermeide ich Fehlkäufe bei der Auswahl?
Erstelle pro Raum eine Funktionsliste (Schaltkreise, Antriebe, Szenen) und prüfe Lastarten/Schaltvermögen. Danach passt du Kanalanzahl und Funktionsumfang an.
Wo finde ich Datenblatt und ETS-Applikation?
Direkt beim jeweiligen Artikel im Downloadbereich – dort liegen die aktuellen Unterlagen und Applikationen.