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KNX Verteilerkasten: Eingangsmodule für die zentrale Verteilung
Ein KNX Verteilerkasten bündelt die Geräte, die eine KNX Installation versorgen, steuern und mit konventionellen Signalen verbinden. Die Eingangsmodule dieser Kategorie sind für den Einbau im Schaltschrank beziehungsweise in der Elektroverteilung vorgesehen. Sie erfassen – abhängig vom gewählten Gerät – Zustände von Kontakten, Tastern oder Sensoren und stellen diese Informationen dem KNX Bus zur Verfügung.
Damit lassen sich klassische Schaltkontakte in eine intelligente Gebäudesteuerung integrieren, ohne jede Bedienstelle als eigenständiges KNX Gerät ausführen zu müssen. Das ist besonders sinnvoll, wenn Leitungen zentral im Verteiler zusammenlaufen. Weitere Komponenten für eine durchgängige Planung finden Sie im KNX Shop.
Was leisten KNX Eingangsmodule im Schaltschrank?
Ein Eingangsmodul übersetzt elektrische Schaltzustände in KNX Telegramme. So kann ein angeschlossener Taster beispielsweise Licht, Beschattung oder eine Szene anstoßen. Kontakte an Fenstern, Türen oder technischen Anlagen können Zustände melden, sofern Eingangsart und Kontakt zum jeweiligen Modul passen. Welche Funktionen verfügbar sind, wird in der ETS anhand der Produktapplikation parametriert.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Binäreingang und Analogeingang: Binäreingänge verarbeiten klar definierte Schaltzustände, während Analogeingänge – je nach Ausführung – Mess- oder Sensorsignale erfassen. Vor dem Kauf sollte deshalb nicht nur die Kanalzahl, sondern auch die unterstützte Signalart geprüft werden.
Vorteile einer zentralen KNX Verteilung
- Zentrale Erfassung von Tastern und Kontaktzuständen
- Parametrierbare Funktionen über die jeweilige ETS Applikation
- Übersichtliche Zuordnung der Eingänge im Schaltschrank
- Geeignet für neu geplante und erweiterte KNX Installationen
- Mehrere Signale lassen sich in einem Modul zusammenführen
Die zentrale Anordnung erleichtert eine strukturierte Elektroplanung und hält die KNX Komponenten an einem gemeinsamen Ort zugänglich. Ob diese Lösung besser ist als eine dezentrale Tasterschnittstelle, hängt von Leitungswegen, Platzangebot und Anlagenkonzept ab. Kurze Leitungswege zur Schalterdose sprechen häufig für dezentrale Eingänge; sternförmig geführte Leitungen eher für Module im Verteilerkasten.
Technische Eigenschaften richtig vergleichen
Entscheidend sind zuerst die Anzahl der benötigten Kanäle und die Art der angeschlossenen Signale. Prüfen Sie anschließend, welche Kontaktarten, Leitungslängen und Funktionen der jeweilige Hersteller für das konkrete Eingangsmodul freigibt. Auch der benötigte Platz auf der Hutschiene und die Spannungsversorgung müssen zur vorhandenen KNX Verteilung passen.
Bei potentialfreien Kontakten ist außerdem zu klären, wie das ausgewählte Modul die Abfrage technisch umsetzt. Nicht jedes Gerät ist für jeden Sensor oder jede externe Spannung geeignet. Maßgeblich sind deshalb immer Datenblatt, Anschlussbild und ETS Produktbeschreibung des konkreten Artikels.
Kaufberatung für den passenden KNX Verteilerkasten
Ermitteln Sie vor der Auswahl, wie viele Taster, Fensterkontakte, Störmeldungen oder sonstige Signale tatsächlich eingebunden werden sollen. Planen Sie bei absehbaren Erweiterungen angemessene Reserven ein, ohne unnötig viele ungenutzte Kanäle zu kaufen. Für die Auswahl des Eingangsmoduls sind Einbauort, Kanalzahl, Signalart und gewünschte ETS Funktionen die wichtigsten Kriterien.
Der Verteiler selbst muss ausreichend Platz für die vorgesehenen KNX Reiheneinbaugeräte sowie eine fachgerechte Verdrahtung bieten. Planung, Anschluss und Prüfung der elektrischen Anlage gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.
FAQ zum KNX Verteilerkasten
Was ist ein KNX Verteilerkasten?
Damit ist die elektrische Verteilung gemeint, in der zentrale KNX Geräte wie Spannungsversorgung, Aktoren oder Eingangsmodule angeordnet werden.
Wofür wird ein KNX Binäreingang verwendet?
Er erfasst definierte Schaltzustände von passenden Tastern oder Kontakten und übermittelt sie als Telegramme an den KNX Bus.
Wie viele Eingänge benötige ich?
Zählen Sie alle anzuschließenden Signale und wählen Sie eine passende Kanalzahl; sinnvolle Reserven richten sich nach der geplanten Erweiterbarkeit.
Was ist der Unterschied zur KNX Tasterschnittstelle?
Ein Schaltschrankmodul sitzt zentral in der Verteilung, während eine Tasterschnittstelle meist dezentral nahe am Taster montiert wird.
Kann jedes Eingangsmodul potentialfreie Kontakte erfassen?
Nein. Ob und wie potentialfreie Kontakte angeschlossen werden dürfen, ergibt sich aus den technischen Angaben des jeweiligen Geräts.